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CD  Mitternachtsgesänge

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Herausgegeben und produziert vom Schriftsteller und Musiker Kai Engelke , nominiert für den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik.

  1. GRENZGÄNGER: Alten Mannes Bethlehem
  2. FRANK BAIER: Der grosse Herbstritt
  3. KAI ENGELKE, ENNULAT UND SPATZ: Das Rosenlied
  4. GÜNTER GALL: Mein kleines Feuer
  5. DIETER KALKA: Isländische Sage
  6. DER BLACK: Mitternachtsgesang
  7. WILLI ENNULAT: Das Kirschenlied
  8. DER BLACK: Unterm Mandelbaum
  9. GABY UND BERND FELTEN: Der Wald ruft
  10. RUDI KÖPPER UND HEIKE MORBACH: Die Räuberelster
  11. JÜRGEN "Klonte" FIEDLER: Pandurija
  12. KAI ENGELKE, ENNULAT UND SPATZ: Der Sünde Lohn
  13. FRANK BAIER: Sie will keinen Mann
  14. GÜNTER GALL: Das Lied der weißen Straße
  15. MICHAEL Z.: Bänkellied
  16. DIETER KALKA: Die Schweine von Bingen
  17. DER BLACK: Der Krieg
  18. JÜRGEN "KLONTE" FIEDLER: Schön Marilka
  19. DER BLACK: Eines erschlagenenen Negers gedenkend
  20. RUDI KÖPPER UND HEIKE MORBACH: Angesichts eines gedämpften Dorsches
  21. KAI ENGELKE mit WILLI ENNULAT: Dornen und Steine
  22. KLAUS IRMSCHER: Meinen Kinders auf die Reise
  23. WILLI ENNULAT: Des Hajduken Tanzlied
Begleittext des Conträr Musikverlages

„Ich finde noch heute, dass Engelke, Gesemann und Walter Scherf die wichtigsten Beiträge für die Singerei der Jungenschaft geliefert haben. Mich haben diese Lieder als Teenager elektrisiert, und ich weiß heute noch jede Menge Melodien und Verse auswendig.“ (Walter Mossmann)

„Mit diesen Poetereien hat er eine Generation verhext, und das Zauberische seiner Gedichte bleibt von Dauer.“ (Hein Kröher)

„… man ist an Morgenstern oder Ringelnatz erinnert, aber auch an Villon, dann wieder sind ganz ernste Töne wie von Trakl zu hören … von stiller und gescheiter Beobachtung, von Form und Rhythmus verstand er etwas.“ (Helm König)

„Draufgänger und Raufbold“, „verhinderter Abenteurer“, „Sozialromantiker“, „Star-Reporter“ – das sind nur einige der vielen Bezeichnungen, mit denen Zeitgenossen den hannoverschen Redakteur und Schriftsteller Josef Hermann Engelke, genannt Jooschen, charakterisierten.

Der zweite Weltkrieg zerstörte zunächst sämtliche Träume des angehenden Poeten, der tief in der bündischen Jugend verwurzelt war.

Als junger Soldat erlebte er die Grauen der Zerstörung in Frankreich, Russland und auf dem Balkan. Vielleicht war es die Fähigkeit, sich literarisch zu artikulieren, die ihn vor dem seelischen Untergang bewahrte. So schrieb er zarte Poesie, Lieder voller Fernweh und wahnwitzige Geschichten – inmitten des Kriegsgeschehens. Jooschen war sicherlich kein Held des Widerstandes, aber seine Lieder, besonders die vor 1945 entstandenen, verdeutlichen, wie sehr er kriegerische Gewalt aus tiefstem Herzen verabscheute. Die Soldaten auf der anderen Seite des Schützengrabens waren für ihn keine Feinde, sondern Menschen.

Die meisten von Jooschens literarischen Arbeiten waren mehr als vierzig Jahre verschollen. Erst durch akribische Sucharbeit gelang es, Jooschens Werk wieder ans Tageslicht zu befördern.

Von der traditionell bündischen Vortragsweise über die eher folkige Art der Liedermacher bis hin zum rockig-funkigen Arrangement reicht der Spannungsbogen der unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten auf dieser CD.

www.contraermusik.de


 
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